Warum unterscheiden sich die Energiepreise im Tagesverlauf?
Die Strompreise werden durch Angebot und Nachfrage bestimmt. In Zeiten, in denen viel Sonnen- und Windenergie vorhanden ist, steht mehr Strom zur Verfügung. Bei gleichzeitig geringer Nachfrage sinkt der Marktpreis und bei einem großen Überschuss kann der Preis sogar negativ werden.
Die Nachfrage steigt häufig in den Morgen- und Abendstunden, während die Produktion aus Solarmodulen normalerweise geringer ist. Um die Nachfrage zu decken, muss eine teurere Produktion eingesetzt werden, wodurch der Strompreis steigt.
Auf dem Day-Ahead-Markt wird Strom einen Tag vor der Lieferung gehandelt. Der Intraday-Markt ermöglicht es, Positionen näher an der Lieferzeit anzupassen. Dadurch entstehen Preisunterschiede zwischen Stunden und Handelszeitpunkten, und genau diese Unterschiede ermöglichen Energiearbitrage.
Wie funktioniert Energiearbitrage mit einer Batterie?
Eine Batterie speichert Strom für eine spätere Nutzung. Sie nimmt Energie auf, wenn diese günstig oder reichlich verfügbar ist, und gibt sie später an das Betriebsgebäude oder das Stromnetz ab. Eine Energiearbitragestrategie besteht in der Regel aus vier Schritten:
- Das System erhält aktuelle und erwartete Energiepreise.
- Es überwacht Verbrauch, Erzeugung und Batteriestatus.
- Es bestimmt, wann das Laden oder Entladen finanziell interessant ist.
- Es kontrolliert die Batterie innerhalb der technischen und vertraglichen Grenzen.
Der Akku muss nicht immer über das Stromnetz aufgeladen werden. Auch ein Überschuss aus Solaranlagen oder Windkraftanlagen kann gespeichert werden. Diese Energie erhält später einen höheren Wert, wenn der lokale Verbrauch oder der Marktpreis steigt.
Ein praktisches Beispiel
Ein Unternehmen verfügt über Solarmodule, eine Batterie und einen dynamischen Energievertrag. Gegen Mittag ist die Solarproduktion hoch und das Gebäude verbraucht nicht den gesamten erzeugten Strom. Anstatt den gesamten Überschuss sofort zurückzugeben, speichert die Batterie einen Teil der Energie.
Am Ende des Nachmittags nimmt die Solarproduktion ab und der Geschäftsverbrauch steigt. Auch der Strompreis steigt. Die Batterie liefert nun die gespeicherte Energie an das Gebäude, sodass das Unternehmen günstigeren Strom aus dem Netz beziehen muss.
Wenn die Einspeisung erlaubt und finanziell attraktiver ist, kann die Energie auch ins Netz eingespeist werden.
Woher kommt die Rendite der Energiearbitrage?
Die Rendite ergibt sich nicht allein aus dem hohen Verkaufspreis. Es handelt sich um die Nettodifferenz aller Einnahmen, Verluste und Kosten.
- Erlös aus der Preisdifferenz
- – Energieverlust
- – Handelskosten
- – Batterieverschleiß
- – sonstige Kosten
- = Effizienz der Energiearbitrage
Günstig ist eine große Spanne zwischen den niedrigen und hohen Energiepreisen. Allerdings kann eine Transaktion wenig bringen, wenn der Akku beim Laden und Entladen viel Energie verliert. Auch Steuern, Vertragskosten und Rückgabebeschränkungen beeinflussen das Ergebnis.
Für eine realistische Berechnung muss ein System daher Folgendes berücksichtigen:
- der Kauf- und Verkaufspreis;
- die Effizienz der Batterie;
- die verbleibende Batteriekapazität;
- Lade- und Entladekosten;
- Batterieverschlechterung;
- der voraussichtliche Betriebsverbrauch;
- verfügbare Solar- oder Windenergie;
- Kauf- und Rückgabelimits;
- Vertrags- und Marktbedingungen.
Der höchste Energiepreis ist nicht immer der beste Zeitpunkt zum Entladen
Den Akku während der teuersten Stunde vollständig zu entladen, erscheint logisch, ist aber nicht immer die beste Wahl. Später am Tag kann es zu einer Leistungsspitze kommen, sodass die Batterie die Anschlusskapazität nicht überschreiten muss.
Möglicherweise folgt auch ein günstigerer Handelszeitpunkt oder es müssen Kapazitäten für einen externen Flexibilitätsdienst verfügbar bleiben. Eine kluge Strategie reserviert daher Batteriekapazität für unterschiedliche Anwendungen. Der höchste aktuelle Preis ist nur einer der Entscheidungsfaktoren.
Drei Möglichkeiten, Energiearbitrage anzuwenden
1. Arbitrage über dynamische Energietarife
Bei einem dynamischen Energievertrag ändert sich der Preis im Laufe des Tages. Der Akku wird zu günstigen Zeiten aufgeladen und bei höheren Tarifen entladen.
Dieses Formular eignet sich besonders für Standorte mit einem klaren Verbrauchsprofil. Das EMS kann die bekannten Preise mit dem erwarteten Verbrauch und der lokalen Erzeugung kombinieren.
2. Arbitrage mit eigener nachhaltiger Energie
Ein Unternehmen kann einen Überschuss aus Sonnenkollektoren oder Windkraftanlagen speichern. Die Energie wird lokal erst später genutzt, wenn die Erzeugung geringer und der Strompreis höher ist.
Diese Strategie erhöht den Eigenverbrauch. Auch in Zeiten geringer oder negativer Kompensation wird weniger Energie zurückgeführt.
3. Arbitrage auf mehreren Energiemärkten
Batterien können unter den richtigen Bedingungen auf dem Day-Ahead-Markt, dem Intraday-Markt oder anderen Flexibilitätsmärkten eingesetzt werden. Jeder Markt hat seine eigene Handelszeit, sein eigenes Risikoprofil und seine eigenen technischen Bedingungen.
Der Day-Ahead-Markt bietet mehr Preissicherheit. Der Intraday-Markt ermöglicht eine Anpassung näher am Lieferzeitpunkt. Eine kombinierte Strategie nutzt mehr Chancen, erfordert aber auch genaue Vorhersagen und automatische Steuerung.
Die Rentabilität der Energiearbitrage
Energiearbitrage ist kein garantiertes Einnahmemodell. Kleinere Preisunterschiede können durch Ladeverluste und andere Kosten verschwinden. Wann ist es sinnvoll und wann nicht?
Energiearbitrage ist interessant für:
- ein dynamischer Energievertrag;
- regelmäßige Unterschiede zwischen niedrigen und hohen Preisen;
- eine Batterie mit ausreichender Kapazität und Leistung;
- viel eigene Solar- oder Windenergie;
- ein vorhersehbares Verbrauchsprofil;
- wenige Einschränkungen beim Be- und Entladen;
- Zugang zu relevanten Energiemärkten;
- automatische Steuerung über ein EMS.
Energiearbitrage ist weniger interessant, wenn:
- Preisunterschiede sind strukturell gering;
- der Akku hat wenig freie Kapazität;
- Lade- und Entladeverluste sind hoch;
- Batterieverschlechterung ist nicht enthalten;
- die Rücklieferung ist begrenzt oder preislich ungünstig;
- am Anschluss steht nicht genügend Ladekapazität zur Verfügung;
- Feste Geschäftsprozesse bieten wenig Flexibilität.
Warum wird ein EMS für die Energiearbitrage benötigt?
Feste Lade- und Entladezeiten berücksichtigen keine Preis-, Verbrauchs- und Erzeugungsänderungen. Dadurch werden die Erträge begrenzt und es kann sogar zu neuen Leistungsspitzen kommen.
Ein Energiemanagementsystem verarbeitet die Daten der gesamten Anlage. Das System ermittelt jederzeit, ob Beladen, Entladen, Warten oder Kapazitätsreservierung die beste Wahl ist.
Smartbox
Smartbox: das intelligente EMS für Energiearbitrage
Das Smartbox ist ein Energiemanagementsystem, das Batterien und andere Energieanlagen automatisch auf der Grundlage von Echtzeitdaten, Energiepreisen und verfügbarer Netzkapazität steuert. Das System koordiniert kontinuierlich Verbrauch, Erzeugung und Speicherung.
Bei niedrigen Energiepreisen kann Smartbox eine Batterie laden oder einen flexiblen Verbrauch aktivieren. Steigt der Preis, kann die gespeicherte Energie genutzt werden. Gleichzeitig überwacht das System die Verbindung und hält Kapazitäten für kritische Geschäftsprozesse und Spitzenausgleich bereit.
Was bringt Smartbox?
- Steuert Batterien automatisch basierend auf Echtzeit-Energiedaten und Marktpreisen.
- Reagiert innerhalb von 20 Millisekunden auf Laständerungen und externe Steuersignale.
- Kombiniert Energiearbitrage mit Spitzenausgleich und Leistungsüberwachung.
- Optimiert das Laden und Entladen basierend auf Preis, Kapazität und lokalem Verbrauch.
- Berücksichtigen Sie Ihre eigene Erzeugung und die verfügbare Batteriekapazität.
- Begrenzte ungünstige Rücklieferung mit automatischer Kürzung.
- Integriert Batterien, Solarmodule, Windkraftanlagen, Ladeinfrastruktur, Generatoren und Kühlung.
- Bietet Echtzeiteinblicke in Energieflüsse über das Smartbox Portal.
Machen Sie Energiearbitrage für Ihre Kunden profitabel
Möchten Sie als Installateur oder Energieunternehmen Ihre Kunden auf ein Energiesystem vorbereiten, in dem Netze verschwinden und intelligentes Management wichtiger wird? Mit Smartbox werden Erzeugung, Verbrauch und Speicherung automatisch koordiniert. Ihre Kunden erhöhen ihren Eigenverbrauch, begrenzen ungünstige Einspeisungen und erzielen einen höheren Nutzen aus ihrer Energieanlage.
Gleichzeitig erweitern Sie Ihre Leistungen durch intelligentes Energiemanagement und neue Erlösmodelle. Im Rahmen unserer Partnerstruktur profitieren Sie und Ihre Kunden von flexiblem Energiemanagement, Marktoptimierung und einer besseren Auslastung der Energieressourcen.
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